Ein Laden auf Zeit – das hätte man sich vor einigen Jahrzehnten sicherlich noch nicht vorstellen können. Dass bereits bei der Eröffnung des Ladens das Ablaufdatum bekannt ist, das ist ein ganz neues Konzept, an das man sich erst noch gewöhnen muss. Dennoch scheint es sich zu rentieren und auch zu etablieren, da immer mehr Unternehmen diesem neuen Trend folgen.

Coole Locations, einzigartige Konzepte, begeisterte Kunden

In einer Zeit, in der man immer und überall als Unternehmen präsent sein sollte, ist es wieder modern geworden, sich auch außerhalb des Webs seinen Kunden zu präsentieren. Und damit sich die Risiken hierbei in Grenzen halten, ist ein kurzfristiges Projekt wie ein Pop-up-Store hierzu natürlich bestens geeignet. „To pop up“ kommt aus dem englischen und bedeutet in diesem Sinne „plötzlich auftauchen“.

Es gibt bereits etliche Pop-up-Stores in Deutschland, von denen einige nachfolgend vorgestellt werden.

So ist eben gerade für ein junges Unternehmen ein Pop-Up Store eine tolle Möglichkeit, sich vor Ort mit seinem jeweiligen Produktansatz zu präsentieren und direktes Feedback der Kunden zu erhalten, ohne dass man sich dabei an lange und kostenintensive Mietverträge bindet.

Eine super tolle Chance also auch für alle, die sich gerne mal mit Ihrer Idee ausprobieren möchten.

Welche Formen von Pop-up-Stores gibt es?

Am häufigsten findet man Pop-up-Stores in Form eines Restaurants in Deutschland. Hierunter fallen auch die weit verbreiteten Street Food Festivals.

Fast ebenso gerne werden Pop-up-Bars und Pop-up-Cafés eröffnet. Zum Beispiel gibt es in Hamburg ein Nutella-Café mit leckeren Backwaren mit Nutella Aufstrich.

Ein Klassiker sind natürlich auch Pop-up-Stores für Bekleidung. Hier kann natürlich immer passend zur Saison die jeweilige Kollektion präsentiert werden. In Pop-up Boxen präsentiert sich zum Beispiel die Modemarke Shu zum ersten Mal in Berlin. Ebenso ist die Firma Didriksons mit ihrer Kollektion für Damen und Herren in Berlin am Start. Louis Vuitton hat sich für die Präsentation seiner Damen-Kollektion für die Stadt München entschieden.

Genauso kann ein Pop-up-Shop ebenfalls ganz einfach das ganze breite Sortiment an Produkten anbieten.

Es gibt sogar bereits einen Pop-up-Store für Crowdfunding.

Und auch das gibt es schon: Pop-up für Fitness. Wechselnde Locations sorgen auch hier für Abwechslung beim Sport.

Auch die Firma Lush präsentiert erstmalig in Deutschland in einem Pop-up-Store saisonale Blumen und Topfpflanzen.

Sogar die Luxuslimousinen-Marke Rolls Royce verschließt sich dem Trend nicht und ist in einem temporären Studio in Hamburg zu finden.

Pop-up-Stores punkten mit Neuartigkeit

Die Stores überraschen eben auch die Kunden, weil sie nicht in das erwartete Umfeld des Einzelhandels passen. So kann man Neukundengewinnung unter völlig neuen Bedingungen betreiben. Denn die Kunden möchten ja insbesondere heute gerade gerne überrascht und auch unterhalten werden. Es gibt beispielsweise in Düsseldorf einen Pop-up-Store, in dem Mode wie ganz selbstverständlich mit dem Verkauf von Marmelade, Wein und Keramik kombiniert wird.

Auch bei den großen Musikfestivals in Deutschland sind große Discounter in einem Pop-up-Store mit dabei. Ob Bier, Pizza oder Grillwürste; man bekommt dort fast alles, was man für die Zeit während des Festivals benötigt. Es werden auch Produkte für jede Wetterlage verkauft, wie beispielsweise Regenschirme, Regenstiefel und Regencapes, sowie Sonnencreme, Schlafsäcke und Sonnenbrillen.

Pop-up-Stores werden mit Sicherheit auch in Zukunft bei der Entwicklung des Einzelhandels eine Vorreiterrolle spielen. Somit werden der On- und der Offline-Einzelhandel zunehmend immer stärker ineinandergreifen.

Denn bereits jeder zweite der insgesamt 1.000 größten Online-Shops besitzt mittlerweile auch ein Offline-Geschäft. Daran sieht man, wohin in Zukunft die Reise gehen wird.

Es gilt heute, sich und sein Unternehmen immer wieder neu zu erfinden und nicht stehen zu bleiben, um den Zug nicht zu verpassen. Womit wieder einmal mehr bewiesen wäre, dass ein stetiger Wandel erfolgen muss, um am Ball zu bleiben und sein Unternehmen mit Weitsicht in eine sichere Zukunft zu führen.

Denn was ist das, was letztendlich nur zählt? Das sind zufriedene Kunden, die kurzzeitig in eine neue Erlebnis- und Shoppingatmosphäre abtauchen und somit eine Marke im Gedächtnis behalten. Und im besten Fall ihre schönen Erlebnisse auch weitergeben und so aktiv an der Neukundengewinnung beteiligt sind. Denn hier ist die Mundpropaganda nach wie vor die beste und sicherste Art, möglichst schnell und einfach Informationen über die Zufriedenheit über das Unternehmen und dessen Produkte weiterzugeben.